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Herzlich willkommen auf der Homepage der SELODY-Studie!

Weshalb wird die SELODY-Studie durchgeführt?

Die SELODY-Studie wird von der Universität Zürich und der Fachhochschule Westschweiz im Auftrag des Schweizerischen Zentralvereins für das Blindenwesen SZBLIND durchgeführt. In der Studie möchten wir untersuchen, welche Auswirkungen es auf die Partnerschaft hat, wenn ein Partner im Sehvermögen und eventuell zusätzlich im Hörvermögen beeinträchtigt ist. Wir denken, dass die Krankheit oder Behinderung eines Partners in einer verbindlichen Partnerschaft immer beide Personen betrifft. Beide haben mit Schwierigkeiten zu kämpfen, sie können sich aber auch gegenseitig unterstützen und Kraft geben. Leider wird nur selten geschaut, was eine gesundheitliche Einschränkung eines Partners für das Paar als Ganzes bedeutet. Hier möchten wir deshalb ansetzen und in einer einmaligen Studie Betroffene und ihre Partner befragen.

Für die Befragung untersuchen wir erwachsene Paare, die seit mindestens einem Jahr zusammen sind. Bei einem Partner oder einer Partnerin hat sich im Verlauf der Beziehung das Sehvermögen und eventuell das Hörvermögen deutlich verschlechtert. Dadurch ergaben oder ergeben sich neue Herausforderungen für das Paar.

Ablauf der SELODY-Studie

Erste Befragung

Im ersten Teil der Studie beantworten die teilnehmenden Paare Fragen zu ihrer Partnerschaft. Die Partner beantworten die Fragebögen getrennt voneinander, wahlweise auf Papier, online oder telefonisch. Dieser Teil der Studie ist bereits abgeschlossen.​​

Optionale Teilnahme an der Vertiefungsstudie

Interessierte Paare können zwischen den Befragungen an der Vertiefungsstudie teilnehmen. Dabei besuchen zwei Studienmitarbeiterinnen das Paar zuhause und zeichnen alltägliche Paargespräche mit Video auf oder führen mit dem Paar ein Interview. Diese Hausbesuche geben einen zusätzlichen Einblick in die Partnerschaft. Die Vertiefungsstudien haben Ende 2019 gestartet.

Zweite Befragung

Im Jahr 2020 beantworten die Paare erneut einen sehr ähnlich aufgebauten Fragebogen. Damit untersucht die Studie, ob und wie sich die Partnerschaft innerhalb eines Jahres entwickelt hat.

An der Befragung nehmen Paare aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und Frankreich teil. Die Fragen können auf Deutsch, Französisch oder Italienisch beantwortet werden. Die Vertiefungsstudien finden mit in der Schweiz wohnhaften Paaren statt, wobei der Inhalt des Hausbesuchs zwischen den Sprachregionen variiert.

Ziele und Nutzen der SELODY-Studie

Die Antworten der Studienteilnehmenden helfen uns herauszufinden, wie Paare mit dem Umstand umgehen, dass einer der Partner durch eine Sinnesbehinderung beeinträchtigt wird. Welche Faktoren unterstützen das Paar dabei, sich an die neue Situation anzupassen? Welche Faktoren erschweren vielleicht die Anpassung? Wenn wir solche und ähnliche Fragen dank den Angaben in der Befragung beantworten können, lassen sich daraus Empfehlungen ableiten für Paare, die sich auch einmal in derselben Situation wiederfinden. Auch Fachpersonen aus Beratungsstellen können sensibilisiert werden für die Wichtigkeit der Beziehung und des Partners, wenn sie Betroffene und Angehörige unterstützen. Nicht zuletzt ist es auch spannend für die Paare selbst, sich einmal mit den aufgeworfenen Fragen zu beschäftigen. Die Fragen können gute Denkanstösse geben und dazu motivieren, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Nach Abschluss der Studie erhalten die Teilnehmenden selbstverständlich eine Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen. Diese erscheint in Form eines Themenhefts, welches vom SZBLIND herausgegeben wird.

Haben Sie Fragen?

Unter Kontakt haben Sie die Möglichkeit, das Studienteam zu kontaktieren. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

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